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längst fällige verwilderung

Spoken Poetry Performance von Simone Lappert mit Musik von Martina Berther

Samstag, 26.03.2022
20:00 Uhr

Theater Koblenz, Probebühne 4

längst fällige verwilderung ist eine Spoken Poetry Performance mit Gedichten und Gespinsten aus Simone Lapperts gleichnamigem Lyrikband. Darin vermoosen Gedanken und leuchtet der Mond siliziumhell. Die Liebe schmeckt nach Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren, und die Dichterin fragt: „sag, wie kommt man noch gleich ohne zukunft durch den winter?“

Es sind Texte über Aufbrüche, Abschiede, Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart. Die versierte E-Bassistin Martina Berther (Frida Stroom, Ester Poly, Sophie Hunger) greift die inhaltlichen Motive der Gedichte musikalisch auf, kontrastiert sie, begleitet sie und spitzt sie zu. längst fällige verwilderung ist mal laut und wild, mal nachdenklich leise und immer wieder augenzwinkernd.

Bild_Simone-Lappert_Martina-Berther

Simone Lappert & Martina Berther

Simone Lappert, geboren 1985 in Aarau, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Mit ihrem Debütroman Wurfschatten stand sie auf der Shortlist des ZDF-aspekte-Preises, ihr Roman Der Sprung war für den Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre Lyrik wurde sie mit dem Heinz-Weder-Preis und einem Werkbeitrag des Fachausschusses Literatur Basel ausgezeichnet. Sie ist Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und war Schweizer Kuratorin für das Lyrikprojekt Babelsprech.International. Sie lebt in Zürich. längst fällige verwilderung ist ihr erster Gedichtband.

Martina Berther ist in Chur geboren und aufgewachsen und lebt heute in Zürich. Sie ist eine der vielseitigsten E-Bassistinnen der Schweizer Musikszene. Im Jahr 2012 schloss sie ihr Studium mit dem Master of Arts in Musikpädagogik und Performance Jazz an der HSLU ab. Ihr Klangspektrum reicht von Popmusik über experimentelle bis hin zu freier Improvisation. Mit ihren Bands Ester Poly und AUL, solo aka Frida Stroom sowie mit Sophie Hunger ist sie international unterwegs. Sie schreibt Musik für Filme, interessiert sich für interdisziplinäre Zusammenarbeiten, ist als Multiinstrumentalistin und Sessionmusikerin tätig und bis anhin auf rund 23 veröffentlichten Tonträgern zu hören. 2018 erhielt sie das Werkjahr der Stadt Zürich. 2020 wurde sie mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet.

Foto: © Livio Baumgartner

Buchcover_längst-fällige-verwilderung_Simone-Lappert